Meldorf – Corona-Bedingungen erschweren auch die Arbeit der Migrationsberatung in Dithmarschen. Insbesondere die Zeit des Lockdowns war eine besondere Herausforderung für die Mitarbeitenden des Diakonischen Werkes: Mit einem Infostand hat die Migrationsberatung jetzt auf dem Meldorfer Wochenmarkt über ihre Arbeit informiert. Dabei ging es insbesondere um die Veränderungen und Einschränkungen in Corona-Zeiten. „Die notwendigen Kontakteinschränkungen und -verbote erschweren vor allem neuen Klienten den Start“, so die Leiterin der Migrationsberatung, Anja Döhren.

Allein im vergangenen Jahr haben die Mitarbeitenden der Migrationsberatung insgesamt mehr als 8300 Beratungen durchgeführt, unter ihnen knapp 1900 mit Jugendlichen. „Vielen Jugendlichen ist beispielsweise nicht klar, welche Anlaufstelle für sie zuständig ist, wenn es um Ausbildung und Sprachkurse geht“, sagt Migrationsberaterin Natalia Jutschkow.

„Wir sind Ansprechpartner in allen Lebenslagen, auch für Erwachsene“, ergänzt ihre Kollegin Annemarie Binder. Dabei bewährt sich immer wieder das große diakonische Beratungsnetzwerk: Mitunter werden auch Familien-, Sucht- oder Schuldnerberatung eingeschaltet. In den allermeisten Fällen, insbesondere bei Neuzugewanderten, geht es vor allem um Hilfe bei Behördenkontakten. „Da ist es natürlich ein Problem, wenn einige Behörden nur derzeit telefonisch erreichbar sind. Die Hemmschwelle durch fehlende Sprachkenntnisse ist sehr hoch“, so Binder. Dann helfen die Sprachmittler des Diakonischen Werkes. Ein persönliches Gespräch sei aber immer sehr viel effektiver als Telefonate, besonders bei den Neuzugewanderten. „Sie müssen sich mitunter erst einmal neu zurechtfinden.“

Jutschkow: „Wir hatten viele gute Gespräche in Meldorf, auch mit der Bürgermeisterin, einigen Politikern und vielen Bürgerinnen und Bürgern. Wir wollten mit der Aktion auch einmal auf die Bedeutung unserer Migrationsberatung hinweisen. Es war insgesamt eine gute Resonanz, es gab sehr viel Verständnis und Unterstützung.“

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Im Gespräch (von links): Natalia Jutschkow, Anja Döhren und Annemarie Binder vom Diakonischen Werk sowie Meldorfs Bürgermeisterin Uta Bielfeldt.